Häufige Fragen

zum Thema Netzanschluss

Für die Planung eines Neubaus wird eine Kostenübersicht für die Netzanschlüsse benötigt, wie erhält man diese?

Grundsätzlich werden die Kosten für einen Netzanschluss auf Basis der Preisblätter ermittelt.

Für eine schriftliche Auskunft sind folgende Unterlagen einzureichen:

  • Bedarfswerte des Neubaus
  • Lageplan mit eingezeichnetem Standort
  • Lageplan mit geplantem Hausanschlussraum

Was beinhaltet der Grundbetrag der Anschlusspauschale für die Herstellung/Veränderung eines Netzanschlusses?

Der Grundbetrag beinhaltet die gesamten Material- und Montagekosten für die Herstellung/Veränderung eines Netzanschlusses. Weiterhin enthalten sind die Genehmigungen der Kommune und der anderen Medienträger, die Inbetriebsetzung bis zur Eigentumsgrenze, die Bestandsdokumentation und die Leistungen zur Planung/Bauüberwachung.

Welche Tiefbauleistungen kann der Anschlussnehmer selbst erbringen?

Im eigenen Grundstück kann der Anschlussnehmer den Tiefbau selbst beauftragen. Die Absprachen werden bei der Begehung vor Ort getroffen und bei der Kostenermittlung berücksichtigt.

Gilt die Anschlusspauschale für alle Netzanschlüsse?

Für Netzanschlüsse, die nach Art, Dimensionierung oder Lage vom üblichen Netzanschluss abweichen, werden die Anschlusskosten kalkuliert. Dazu gehört z. B. der Netzanschluss von Gewerbetreibenden, die eine Netzanschlussleistung Strom von über 100 kW haben oder eine erhöhte Versorgungssicherheit benötigen.

Wer beauftragt die Herstellung des Anschlusses?

Die Herstellung/Veränderung von der Netzleitung bis zur Eigentumsgrenze beauftragen wir nach Vertragsabschluss. Ab der Eigentumsgrenze beauftragt der Anschlussnehmer sein Installationsunternehmen mit den Arbeiten.

Wofür wird ein Baukostenzuschuss erhoben?

Der Netzbetreiber kann vom Anschlussnehmer einen angemessenen Baukostenzuschuss zur teilweisen Deckung der bei wirtschaftlich effizienten Betriebsführung notwendigen Kosten für die Erstellung oder Verstärkung der örtlichen Verteileranlagen verlangen, soweit sich diese Anlagen ganz oder teilweise dem Versorgungsbereich zuordnen lassen, in dem der Anschluss erfolgt.

zum Thema Elektromobilität

Was muss ich beachten, wenn ich mir Ladetechnik in meine private Garage bauen möchte?

Bei der Planung der heimischen Stromtankanlage geht man wie folgt vor: Zuerst wird die Anschlussleistung bestimmt. Diese ist abhängig von Ihrer durchschnittlichen täglichen Fahrstrecke. Für die private Garage liegt die Anschlussleistung üblicherweise unter 12 kVA. Als nächstes wird der Installationsort ausgewählt. Dieser sollte in unmittelbarer Nähe der Stellfläche des zu versorgenden E-Fahrzeuges sein. Je nach Aufstellungsort ergeben sich weitere Anforderungen an die Ladestation.

In einem weiteren Schritt wird nun die Elektroinstallation geplant. Zwischen klassischen elektrischen Verbrauchern im Haushalt und der Versorgung eines E-Fahrzeuges bestehen, trotz gleichen Grundprinzips, wichtige Unterschiede. Dies erfordert eine gründliche Planung der Anlage durch einen Elektrofachbetrieb.

Während beispielsweise beim Betrieb einer Waschmaschine keine besonderen Vorkehrungen zu treffen sind, müssen beim Laden eines E-Fahrzeuges die speziellen Anforderungen des Ladevorgangs beachtet werden. Die Waschmaschine hat zwar eine ebenfalls hohe Leistungsaufnahme, ruft dieses Potential jedoch nur für eine vergleichsweise kurze Dauer ab, z. B. zum Aufheizen des Wassers. Bei dem E-Fahrzeug wird über die gesamte Dauer des Ladevorgangs - u. U. über mehrere Stunden - eine sehr hohe elektrische Leistung benötigt. Folglich muss die Ladeinfrastruktur sorgfältig und fachmännisch geplant und entsprechend dimensioniert werden.

Kann ich mein Elektrofahrzeug auch an meiner normalen Haushaltssteckdose laden?

Nur bedingt, wenn der Stromkreis für einen entsprechenden Dauerbetrieb ausgelegt ist. Ggf. entstehen Fehlerströme, die in der üblichen Hausinstallation nicht beherrscht werden können. Veranlassen Sie am besten eine Prüfung durch einen zugelassenen Elektroinstallateur. Dieser wird auch die nach § 19 Abs. 2 Niederspannungsanschlussverordnung (NAV) vorgeschriebene Anzeige bei DREWAG NETZ bzw. ENSO NETZ durchführen. Mit Ihrer rechtzeitigen Anmeldung der Ladeeinrichtung helfen Sie uns, das Stromversorgungsnetz auch weiterhin zukunftssicher gestalten zu können.
Für Ihre Ladevorgänge benötigen Sie ein spezielles Ladekabel mit der Ladebetriebsart 2.

Wenn man nicht über die Haushaltssteckdose laden kann, lohnt es sich Ladetechnik nachzurüsten?

Wir raten Ihnen, eine Wallbox zu installieren. Diese Ladetechnik ist sicherer und dadurch vorteilhafter. Die Nachrüstung für das einphasige Laden ist einfach umsetzbar. Für höhere Ladeleistungen (z. B. mit Wallbox ab 11 kW) ist ein dreiphasiges Laden erforderlich, größere Investitionen sind ggf. zu erwarten. Überschreitet die Leistung der Ladetechnik 12 kVA, vergessen Sie bitte nicht die nach § 19 Abs. 2 Niederspannungsanschlussverordnung (NAV) vorgeschriebene Zustimmung Ihres Netzbetreibers einzuholen.

Welche Anschlussleistung ist im Ein- und Mehrfamilienhaus zu berücksichtigen? Welche Reichweite erreiche ich mit einer ladbaren Energiemenge bei einer Ladedauer von 10 h und einem Verbrauch von 22 kWh je 100 km (Beispielrechnung)?

Folgende Abbildung zeigt die aktuell durch DREWAG NETZ und ENSO NETZ empfohlene max. Anschlussleistung für die E-Mobilität:

Wohneinheiten pro Hausanschlusskasten Max. Anschlussleistung E-Mobilität in kW
1 11
ab 2 22
ab 4 33
ab 6 44
ab 11 55
ab 16 66
ab 21 Abstimmung mit dem Netzbetreiber

Die mögliche Reichweite je E-Fahrzeug hängt u.a. vom aktuellen Ladezustand aller beteiligten E-Fahrzeuge und deren Batteriegröße ab. Selbst wenn man unterstellt, dass sämtliche Batterien eine ausreichende Kapazität haben und entsprechend leer sind, ist bei der Beachtung der Abbildung sichergestellt, dass selbst bei 20 E-Fahrzeugen eines Mehrfamilienhauses diese immer noch mind. 150 km fahren können. Im Einfamilienhaus könnten es theoretisch bis zu 500 km sein.

Grundsätzlich ist bei Betrachtung der durchschnittlichen Fahrstrecken in Deutschland (etwa 40 km)1 davon auszugehen, dass nie alle E-Fahrzeuge gleichzeitig laden. Dies wurde auch in ersten Praxisstudien nachgewiesen.

1Quelle: Ergebnisbericht Mobilität in Deutschland - MiD des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur

Benötige ich einen separaten Zähler für die Ladeeinrichtung?

Grundsätzlich ist kein separater Zähler notwendig, solange ein einheitlicher Stromtarif verwendet und der Strombezug gemeinsam abgerechnet werden soll. Für höhere Ladeleistungen ab 12 kVA kann der Netzbetreiber Auflagen zum Laderegime vorgeben; in diesem Fall können Sie von günstigeren Netzentgelten profitieren und benötigen dafür einen separaten Zähler.

Jetzt Anschluss finden

Sie möchten für Ihr Haus, Ihre Firma oder Ihr Grundstück einen neuen Netzanschluss errichten lassen, den vorhandenen Netzanschluss ändern oder die Anschlussleistung erhöhen? Wir unterstützen Sie auf dem Weg von der Planung zur Fertigstellung.

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