Installateurverzeichnis

Gemäß der "Verordnung über Allgemeine Bedingungen für den Netzanschluss und dessen Nutzung für die Elektrizitätsversorgung in Niederspannung - Niederspannungsanschlussverordnung (NAV)" vom 01.11.2006 dürfen Arbeiten an elektrischen Anlagen außer durch den Netzbetreiber nur durch ein in ein Installateurverzeichnis eingetragenes Installationsunternehmen durchgeführt werden.

Der Eintragung liegen die "Grundsätze für die Zusammenarbeit von Netzbetreibern und dem Elektrotechniker-Handwerk bei Arbeiten an elektrischen Anlagen gemäß Niederspannungsanschlussverordnung (NAV)" zugrunde.

Im Installateurverzeichnis Sachsen Ost werden die Installationsunternehmen geführt, deren gewerbliche Niederlassung sich im Gebiet der nachfolgend aufgeführten Netzbetreiber befindet:

  • ENSO NETZ GmbH
  • Energie und Wasserversorgung AG Kamenz
  • Energie- und Wasserwerke Bautzen GmbH
  • Energieversorgung Pirna GmbH  
  • DREWAG NETZ GmbH
  • FREITALER STROM+GAS GMBH
  • Meißener Stadtwerke GmbH
  • Stadtwerke Elbtal GmbH
  • Stadtwerke Görlitz AG
  • Stadtwerke Löbau GmbH
  • Stadtwerke Niesky GmbH
  • Stadtwerke Riesa GmbH
  • Stadtwerke Weißwasser GmbH
  • Stadtwerke Zittau GmbH
  • Versorgungsbetriebe Hoyerswerda GmbH

Die Eintragung ist im gesamten Gebiet dieser Netzbetreiber gültig.

Eintragungsverfahren in das Installateurverzeichnis

Gesetzliche Grundlage

Sie beabsichtigen, Arbeiten an elektrischen Anlagen durchzuführen? Dann benötigen Sie einen Eintrag in das Installateurverzeichnis entsprechend § 13 der „Verordnung über Allgemeine Bedingungen für den Netzanschluss und dessen Nutzung für die Elektrizitätsversorgung in Niederspannung (NAV)“. Gern tragen wir Sie dort ein.

Betriebliche Voraussetzungen

Betriebe, die ihre gewerbliche Niederlassung in Dresden haben, werden in das Installateurverzeichnis eingetragen, wenn sie folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Gewerbeanmeldung,
  • Eintragung in die Handwerksrolle als Elektrotechniker (gilt nicht für Hilfsbetriebe gemäß § 3 und § 5 HwO) und
  • Erfüllung der “Richtlinie für die Werkstattausrüstung von Betrieben des Elektrotechniker-Handwerks“.
Personelle Voraussetzungen

Ist der Unternehmer nicht selbst verantwortliche Fachkraft, ist er verpflichtet, einen Arbeit-nehmer als solche zu beschäftigen.

Für die Eintragung als Haupt-, Neben- oder Hilfsbetrieb hat die einzutragende Elektro-Fachkraft die Voraussetzungen gemäß “Verfahrensordnung Sachkundenachweis, Abschnitt 11“, zu erfüllen.

Beantragung

Mit dem Formular „Antrag auf Eintragung in das Installateurverzeichnis“ sind vom Antragsteller folgende Unterlagen an DREWAG NETZ GmbH zu übergeben:

  • Kopie Handwerkskarte (Vorder- und Rückseite, entfällt bei Hilfsbetrieben),
  • Kopie Gewerbeanmeldung,
  • Kopie Qualifikationsnachweis (z. B. Meisterprüfungszeugnis im Elektrotechniker-Handwerk oder Sachkundenachweis (TREI)),
  • Nachweis der Anstellung einer verantwortlichen Fachkraft (entfällt, wenn der Firmeninhaber selbst die verantwortliche Fachkraft ist)
Verfahrensweise

Nach Erfüllung aller Voraussetzungen sowie Vorlage der kompletten Unterlagen veranlasst ENSO NETZ eine Besichtigung der Werkstattausrüstung durch den Beauftragten des Bezirksinstallateurausschusses. Entspricht die Ausrüstung der Werkstattrichtlinie, so informiert der Beauftragte hierüber die ENSO NETZ. Anschließend erfolgt die Übergabe des Installateurausweises.

Gasteintragung

Voraussetzung ist ein gültiger Eintrag im Installateurverzeichnis des Netzbetreibers am Sitz der gewerblichen Niederlassung des Antragstellers.

Ist Ihr Installationsunternehmen nicht im Installateurverzeichnis Sachsen Ost eingetragen, so benötigen Sie zur Ausführung von Arbeiten eine Gasteintragung. Zur Beantragung dieser senden Sie uns bitte das Formular „Antrag auf Gasteintragung in das Installateurverzeichnis“ und eine Kopie der gültigen Haupteintragung zu.

Ihr Ansprechpartner für die Eintragung

Torsten Kegel

Wir sind gern für Sie da und beantworten Ihre Fragen und Hinweise. Dabei hilft es uns, wenn Sie Ihr Anliegen so konkret wie möglich formulieren. Vielen Dank!

Anrede

Technische Anschlussbedingungen und Technische Mindestanforderungen

ENSO NETZ GmbH ist nach § 19 Abs. 5 des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) verpflichtet, unter Berücksichtigung der nach § 17 EnWG festgelegten Bedingungen für den Netzanschluss von Stromerzeugungsanlagen, Elektrizitätsverteilernetzen, Anlagen direkt angeschlossener Kunden sowie Verbindungs- und Direktleitungen technische Mindestanforderungen an deren Auslegung und Betrieb festzulegen sowie zu veröffentlichen.

Darüber hinaus ist ENSO NETZ GmbH nach Maßgabe von § 20 der Niederspannungsanschlussverordnung (NAV) berechtigt, für Anschlüsse an das Niederspannungsnetz der allgemeinen Versorgung weitere technische Anforderungen an den Netzanschluss und andere Anlagenteile sowie den Betrieb der elektrischen Anlage des Anschlussnehmers bzw. Anschlussnutzers als Technische Anschlussbedingungen Strom festzulegen.

Weitere Informationen

Von Hochwasser betroffene Zähler- und Wandlerplätzen

Ist eine elektrotechnische Anlage vom Hochwasser überspült worden, so ist diese vor der Wiedereinschaltung durch einen eingetragenen Elektroinstallateur zu prüfen. Für die Auftragserteilung ist der Eigentümer verantwortlich.

Ergibt diese Überprüfung, dass auch der Zähler vom Wasser überspült worden ist, so darf dieser nicht wieder in Betrieb genommen werden. Gleiches gilt für Wandler und für Steuereinrichtungen wie Funk-Rundsteuerempfänger oder Schaltuhren. Der Zähler und die Steuereinrichtungen sind ggf. auszuklemmen. Auf keinem Fall dürfen Eichamtsplomben gebrochen oder das Gehäuse des Zählers geöffnet werden.

Der Austausch beschädigter Zähler oder Steuereinrichtungen sowie die Bereitstellung der Wandler erfolgt durch ENSO NETZ GmbH. Der Wandlertausch ist durch den Eigentümer der Elektroinstallationsanlage zu veranlassen.

Nach Instandsetzung und Überprüfung der Elektroinstallationsanlage ist dies einschließlich des Vermerkes für einen Zähler- oder Wandlertausch der ENSO NETZ GmbH mittels einer Fertigstellungsanzeige/Inbetriebsetzungsantrag mitzuteilen. Gegebenenfalls empfehlen wir, die weitere Vorgehensweise mit unserem zuständigen Regionalbereich abzustimmen. Die Mitarbeiter der ENSO NETZ GmbH oder deren Beauftragte werden danach umgehend den Tausch der Zähler und die Inbetriebnahme des Hauptstromversorgungssystems vornehmen.

Die zuständigen Regionalbereiche mit den Ansprechpartnern finden Sie hier in unserem Internetauftritt.

Durchführung von Arbeiten an Niederspannungsfreileitungen

Niederspannungsfreileitungen sind Teil der Energieverteilungsanlagen und sind im Besitz des Netzbetreibers ENSO NETZ GmbH (ENSO NETZ).

Die Mitbenutzung von Niederspannungsfreileitungen des Netzbetreibers ENSO NETZ durch Anlagen der öffentlichen Beleuchtung ist zwischen dem rechtlichen Eigentümer ENSO Energie Sachsen Ost AG (ENSO AG) und den Eigentümern der Straßenbeleuchtungsanlagen (in der Regel Städte und Gemeinden) vertraglich geregelt.

Arbeiten an Niederspannungsfreileitungen der ENSO NETZ, insbesondere die Montage und Demontage von Straßenbeleuchtungsanlagen, dürfen nur durch von ENSO AG beauftragte und präqualifizierte Firmen durchgeführt werden.

Damit sind beispielsweise Arbeiten, die

  • De- und Montage von Auslegern und Leuchten an Freileitungsmasten bzw.
  • De- und Montage von Leuchtenzuleitungen und Abzweigsicherung oder
  • De- und Montage von Isolatoren und Leitungen

beinhalten, ohne Beauftragung durch ENSO AG nicht gestattet.

Aufträge von Dritten (Städte, Gemeinden) bezüglich der Durchführung von Montage- und Demontagearbeiten an Niederspannungsfreileitungen der ENSO NETZ sind als gegenstandslos zu betrachten. In diesen Fällen ist ENSO NETZ zu informieren. Zuwiderhandlungen werden rechtlich geahndet. Sie können sowohl die persönliche und öffentliche Sicherheit sowie die Versorgungszuverlässigkeit für die Letztverbraucher gefährden.

Diese Verfahrensweise gilt für alle Niederspannungsfreileitungen der ENSO NETZ (blanke und isolierte Leiterseilausführung). Hintergrund sind technische, organisatorische und sicherheitstechnische Erfordernisse wie z. B.:

  • Einhaltung der zulässigen Nennzugkräfte,
  • einheitliche und beschädigungsfreie Befestigung der Leuchten-Ausleger an den Masten,
  • Einhaltung der ENSO-Werknormen,
  • Gewährleistung der 5 Sicherheitsregeln bei Arbeiten
    (u. a. in DIN VDE 0105, DGUV Vorschrift 3, DGUV Information 203-001 5.1.).

Firmen  die  vom  Eigentümer  der  Straßenbeleuchtungsanlagen beauftragt  sind,  ist  der Leuchtmittelwechsel  sowie  die  Durchführung  von Instandhaltungsarbeiten  an  den  Leuchten,  welche  sich  an Freileitungsmasten  der  ENSO NETZ  befindet,  nur  gestattet,  wenn  
folgende sicherheitstechnische Merkmale an den Leuchten gewährleistet sind:

  • Zugang zu den elektrischen Komponenten (z.B. Vorschaltgerät, Zündgerät, Kompensationskondensator, Leistungsumschalter etc.) über eine automatische allpolige Netztrennung beim Öffnen der Revisionsklappe,
  • Leuchtmittelwechsel über eine separate lichttechnische Abdeckung bzw. ohne Zugangsmöglichkeit zu den elektrischen Komponenten.

Zu den genannten Zwecken dürfen Mitarbeiter der beauftragten Firmen nur Hubarbeitsgeräte verwenden. In diesem Fall müssen die Vorschriften der DIN VDE 0105-100 Betrieb von elektrischen Anlagen und DGUV Vorschrift 1 eingehalten werden.

Sind die genannten sicherheitstechnischen Merkmale an den Leuchten nicht gegeben, dürfen die Instandhaltungsarbeiten bzw. darf der Leuchtmittelwechsel nur durch ENSO NETZ bzw. durch von ENSO AG beauftragte und präqualifizierte Firmen durchgeführt werden. Dies gilt auch für Instandhaltungsarbeiten an weiteren Anlagenteilen der Straßenbeleuchtung (Ausleger, Mastbefestigungen Abzweigsicherungen, Zuleitungen etc.), welche nicht gesondert benannt sind.

Umsetzung von Messstellenbetrieb und Messung an Erzeugungsanlagen

Umsetzung von Messstellenbetrieb und Messung an Erzeugungsanlagen nach EEG-/KWK-G bei ENSO NETZ GmbH

  1. Neureglungen des EEG-/KWK-G zur Durchführung von Messstellenbetrieb und Messung
    1. Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien (Erneuerbare-Energien-Gesetz – EEG) vom 01.01.2009

      Das neue EEG räumt dem Anlagenbetreiber bzw. Anlagenbetreiberin gemäß § 7 Abs. 1 EEG das Wahlrecht ein, die Errichtung und den Betrieb der Messeinrichtung einschließlich der Messung durch den Netzbetreiber oder einer fachkundigen dritten Person durchführen zu lassen.

      Eine fachkundige dritte Person ist ein Messstellenbetreiber und/oder ein Messdienstleister gemäß § 21 b des Energiewirtschaftsgesetz (EnWG).
       
    2. Gesetz für die Erhaltung, die Modernisierung und den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz - KWK-G) vom 01.01.2009

      Das neue KWK-G sieht die Errichtung und den Betrieb der Messeinrichtungen einschließlich der Messung durch den Netzbetreiber vor. Es ermöglicht jedoch gemäß § 8 (1) KWK-G, dass Messstellenbetrieb und Messung an Messeinrichtungen zur Erfassung der Nettostromerzeugung nach § 3 (5) KWK-G durch den Anlagenbetreiber selbst durchgeführt werden können. Die Regelungen des § 13 NAV bleiben hiervon unberührt.

      Führt der Anlagenbetreiber Messstellenbetrieb und Messung selbst durch, ist er Messgeräteverwender im Sinne des Eichrechtes und zur Einhaltung aller sich aus dem Eichrecht ergebenden Vorgaben verpflichtet.
       
  2. Umsetzung des Messstellenbetriebes durch den Anlagenbetreiber gemäß § 8 (1) KWK-Gesetz

    Erfolgt an einer KWK-Anlage die Durchführung von Messstellenbetrieb und Messung an der Messeinrichtung zur Erfassung der Nettostromerzeugung durch den Anlagenbtreiber, ist dies bereits im Rahmen der Anmeldung (ANA-Formular) der ENSO NETZ GmbH anzuzeigen.

    Das ANA-Formular wurde dazu auf Seite 2 um ein entsprechendes Informationsfeld ergänzt.

    Hinweis:
    Dieses Informationsfeld dient darüber hinaus der Vorabinformation des Netzbetreibers bei der Anmeldung von Neuanlagen (Liefer- und Bezugsanlagen), durch wen auf Wunsch des Anschlussnehmers bzw. Anschlussnutzers gemäß § 21 b EnWG der Messstellenbetrieb durchgeführt werden soll.

    Durch den Anlagenbetreiber ist mit Übergabe der Fertigstellungsanzeige seiner KWK-Anlage auch der "Einbaubericht für kundeneigene Zähler bei KWK-Messeinrichtungen gemäß § 4 (3) KWK-G“ an den Netzbetreiber (Anschlussbearbeiter) zu übergeben. Diese enthält die erforderlichen technischen Daten der kundeneigenen Messeinrichtung für den abrechnungstechnischen Einbau im Abrechnungssystem der ENSO NETZ GmbH sowie den Nachweis gegenüber dem Netzbetreiber, dass es sich um ein den eichrechtlichen Anforderungen entsprechendes Messgerät handelt.
  3. Umsetzung des Messstellenbetriebes und der Messung an EEG-Anlagen

    Gemäß Punkt 1 Abs. 1 ist zur Durchführung von Messstellenbetrieb und Messung an Messeinrichtungen von Erzeugungsanlagen nach EEG neben dem Netzbetreiber nur ein Messstellenbetreiber bzw. Messdienstleister gemäß § 21 b EnWG berechtigt.

    Voraussetzung für die Durchführung von Messstellenbetrieb und/oder Messung ist der Abschluss eines Messstellen- bzw. Messrahmenvertrages mit der ENSO NETZ GmbH.

    Die Durchführung des Messstellenbetriebes und/oder der Messung durch den Anlagenbetreiber oder die Anlagenbetreiberin selbst, ist nicht mehr gestattet.

    Auf Grund dieser Neuregelung des EEG sind abweichend von der bisherigen Verfahrensweise bei ENSO Netz keine kundeneigenen Zähler bei Einspeisemesseinrichtungen, insbesondere innerhalb von Kundenanlagen bzw. in Arealnetzen mehr zulässig.

    Hinweis:
    Messstellenbetrieb und Messung an Einspeisemessungen innerhalb von Kundenanlagen bzw. Arealnetzen werden von ENSO NETZ GmbH als Dienstleistung auf Grundlage eines „Auftrages zur Durchführung von Messstellenbetrieb und Messung – Strom“ angeboten und durchgeführt.

    Der Auftrag wird dem Anlagenbetreiber als Angebot zusammen mit dem Anschlussvertrag für die Einspeiseanlage übergeben.

So erreichen Sie uns

  • Service Telefon:
    0800 0320010

    • Montag - Freitag7:00 - 19:00 Uhr
    • Samstag8:00 - 14:00 Uhr
  • Entstördienst (24h):

    • Gas:0351 50178880
    • Strom:0351 50178881
Ergänzender Inhalt
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